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Vita Prof. Dr. Matti Meri |
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Prof. Dr. Matti Meri
Universität Helsinki, Finnland, Institut für Lehrerausbildung - Individuelle Förderung in Finnland
Matti Meri ist Lehrer und Forscher. Er hat von der Grundschul- bis zur Universitätsebene unterrichtet, zuletzt und bis heute als Professor für Didaktik an der Universität Helsinki. Er hat die Reform der Lehrerbildungsprogramme in Finnland und des Aufnahmeverfahrens für Lehramtsstudenten geleitet. Derzeit arbeitet er für die Entwicklung des Schulwesen in Mosambik und für die Erneuerung der Lehrerbildung in Serbien.
Abstract
Individuelle Förderung in Finnland
In Deutschland besuchen fast zehn Millionen Schülerinnen und Schüler allgemeinbildende Schulen. Das sind zehn Millionen Individuen. Leider werden die Kinder und Jugendlichen im Unterricht mit ihren individuellen Bedürfnissen, Interessen und Fertigkeiten nicht immer entsprechend berücksichtigt. In manchen Bundesländern ist der Sinn für individuelle Förderung deutlich geringer ausgeprägt als in anderen Ländern. Das ändert sich zurzeit, denn individuelle Förderung steht im Zentrum des aktuellen pädagogischen Denkens und Handelns.
In Finnland betont man oft den persönlichen Lernplan für jeden Schüler. Deswegen spielen Individualisierung des Unterrichts und Individuelle Förderung im Unterricht eine große Rolle. Es gibt zwei Hauptfragen bei der Individualisierung des Unterrichts: wie man Lehrkräften das Einmaleins der individuellen Förderung vermittelt und wie man am besten mit Eltern zusammenarbeiten kann. In der Praxis wird gezeigt (und nicht gelehrt), wie man eine lernerorientierte Pädagogik umsetzen kann. Es wird demonstriert, dass es darauf ankommt, das Bedeutende im scheinbar Unbedeutenden zu sehen. Dies erkundet Meri mit pädagogischen Leitfragen, wie: „Was bedeutet es, anzufangen?“ Was in der Klasse geschieht, hat eine „persönliche Bedeutung“ für die Einzelnen. Die Erziehung der Individuen sollte von der ersten Stunde an begonnen werden, ohne große Umwege und einleitende Vorträge. In jeder Klassengemeinschaft gibt es Persönlichkeiten, nicht nur Namen. Das gegenseitige Vertrauen ist der „wichtigste Schlüssel“ im Verhältnis zwischen Kindern, Eltern und Lehrern. Vertrauen schließt aber auch ein, den Kindern und Jugendlichen etwas zuzutrauen. Vertrauen und Zutrauen stehen in einem engen Wechselverhältnis.
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